Wann das Mahlwerk dran ist
Wechselst du von dunklen, öligen Espressobohnen auf hellere Röstungen, lohnt eine Reinigung besonders – sonst übertragen sich Altöle. Auch bei dumpfem Aroma trotz frischer Bohnen ist das Mahlwerk ein Verdächtiger.
Intervalle variieren stark mit Bohnentyp und Nutzung. Viele Haushalte liegen bei mehrmals pro Jahr; bei sehr öligen Bohnen öfter.
Was du nicht tun solltest
Kein Wasser, kein Spülmittel, keine Feuchttücher im Mahlwerk. Feuchtigkeit verklebt Mahlgut und kann Korrosion oder Verblockungen fördern.
Auch Reis oder andere Küchen-Hausmittel sind riskant: Sie können Mahlwerk und Sensorik belasten. Lieber Produkte verwenden, die für Kaffeemahlwerke vorgesehen sind.
Zusammenspiel mit der restlichen Pflege
Mahlwerksreinigung ersetzt weder Brühgruppen-Pflege noch Entkalken. Sie ist ein Extra-Hebel für Aroma und Hygiene im Bohnenpfad.
Nach der Reinigung ggf. ein bis zwei Bezüge verwerfen, bis das Mahlbild wieder stabil und geschmacksneutral ist.
Schritt für Schritt
- 1
Bohnenbehälter leeren
Restbohnen entnehmen und Behälter trocken auswischen. Gerät vom Strom trennen, wenn die Anleitung das für die Reinigung verlangt.
- 2
Loses Mahlgut entfernen
Mit Pinsel oder geeignetem Zubehör Reste aus dem Einzugsbereich entfernen – ohne Metallwerkzeuge, die Mahlscheiben beschädigen.
- 3
Reiniger verwenden (optional)
Spezielle Mahlwerks-Reinigerpellets laut Produkt- und Gerätehinweis durchlaufen lassen. Keine improvisierten Lebensmittel nutzen.
- 4
Frisch befüllen & prüfen
Frische Bohnen einfüllen, Mahlgrad kontrollieren und einen Pro belauf machen. Erste Tasse bei Bedarf verwerfen.